Tiefe Aufspaltungen in der Evolution der Metazoan

Im Fokus meiner Arbeit steht die Suche nach geeigneten molekularen Markern, um die Phylogenie der Gro▀gruppen innerhalb der Metazoa auflösen zu können. Erste Analysen zeigen, dass es durchaus einige Kandiatengene gibt. So scheinen beispielsweise die Histone dafür geeignet (siehe Abstract GCB 2003), wobei leider die Anzahl zur Verfügung stehender Sequenzen noch zu gering ist. Aktuell beschäftigt mich das mitoschondriale Genom und desen Evolution bzw. die Verwertbarkeit für einzelne Fragestellungen. Das mitochondrialem Genom, ist bei den Metazoa ca. 16 kb lang und besteht je nach Tiergruppe aus 22 tRNAs, 13 protein codierende Abschnitte, 2 rRNAs und der Coding-Region. Diese liegen auf zwei Strängen mit zum Teil individueller Anordnung bzw. Leserichtung.

In Zusammenarbeit mit Prof. P. Stadler vom Lehrstuhl fü Bioinformatik an der Universität Leipzig entwickelte ich ein Verfahren zum erzeugen multipler Alignments zirkulärer Daten, wie in diesem Fall die Genanordnung mitochondrialer Genome (Fritzsch et al. 2006).
Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der phylogenetische Analyse und Auswertung von Sequenzdaten, welche nicht nur im Bezug zu eigenen Arbeiten stehen, sondern auch Aspekt von Kooperationen sind. Dies gilt insbesondere, da die Vielzahl der Möglichkeiten und Anwendungsprogramme zur Bearbeitung erhaltener Daten zum heutigen Zeitpunkt kaum zu überschauen ist. Desweiteren nimmt die Anzahl der zu einer Analyse herangezogen Daten drastisch zu und damit der benötigte Arbeitsaufwand und die benötigte Rechenleistung.